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Givenchy setzt seine Angestellten in Szene

Datum : 14.03.2010

Der neue Duft von Givenchy für den Frühjahr 2010, eaudemoiselle, erneuert das aristokratische und elegante Image des Modemachers Hubert de Givenchy. In der Werbung für das Parfüm trägt das professionelle Mannequin, Magdalena Frackowiak, einen langen, schwarzen Umhang. Auf der Verpackung des Duftes sieht man ebenfalls Frauengesichter, aber es handelt sich nicht um Magdalena. Nein, Givenchy hat eine überraschende Idee gehabt: Ein internes Casting unter den weiblichen Mitarbeitern zu organisieren, um zu entscheiden, welche jungen Frauen auf dem Produkt zu sehen sein werden. Das war der Wunsch von Alain Lorenzo, dem Präsidenten der Marke, und das Casting wurde von der Werbeagentur organisiert, die auch normalerweise für Givenchy arbeitet. Warum eine solche Strategie an Stelle eines professionellen Mannequins ? Die beiden Hauptgründe sind das Recht am eigenen Bild und die Logistik. Sonst hätte man die Verpackung alle 2-3 Jahre ändern müssen und die nicht verkauften Flakons müßten zurückgenommen werden. Das wäre nicht so einfach gewesen, verrät Givenchy. Von den beiden auserwählten jungen Frauen, eine blond, die andere dunkelhaarig, kommt die eine aus der Presseabteilung und die andere aus der Marketing-Abteilung. Beide wurden bezahlt und haben einen Vertrag unterschrieben, genauso wie ein 'normales' Mannequin, erklärt Givenchy. Die Idee der Gesichter, die hier in originellen, goldenen Rahmen zu sehen sind, ist originell: Normalerweise sind die Verpackungen neutral und nur in seltenen Fällen mit Zeichnungen von Blumen dekoriert, aber nie mit Gesichtern, erklärt Givenchy. Außerdem sind auf dem Produkt Gesichter von echten 'Mademoiselles von Givenchy', was noch seltener ist. Zwar weist die Marke nur wenig darauf hin und konzentriert ihre Werbung auf den Duft selber, doch sie gibt zu, daß dieses Produkt ein Gemeinsamkeitsgefühl im Team geschaffen hat. Diese Idee wird vielleicht auch andere Parfümmarken in der Zukunft inspirieren.
- Nicolas Olczyk -

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