Die Marken werden der Romantik einfach nicht überdrüssi... Ok
Hinter den größten Erfolgen der Parfümerie verstecken sich meistens Blumen: Rosen aus Grasse, die im Morgengrauen gepflückt werden, exotische Blumen mit einem ungewöhnlichen Geruch, laszive Tuberosen mit einer schweren Basis oder selbst ein männlich interpretierter Blumenduft. Neben den floralen Akkorden, die einem bekannt vorkommen, erfinden Parfumeure neue Partitionen, die vielleicht der Erfolg von Morgen sein werden.
Ein Beitrag von Nicolas Olczyk
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Parfüms, die Rosen benutzen, haben heute immer noch viel Erfolg, denn die Parfumeure lieben diese Blume besonders. In den 80er und 90er Jahren hat Sophia Grosjmann von ihrer Lieblingsblume ausgehend Düfte entworfen, wie Paris, Eternity oder Trésor, die immer noch Bestseller sind. Heute ist die Rose rätselhafter, weniger pudrig, manchmal flüchtiger oder im Gegenteil likörartig. Zu den neuen Klassikern, die Rosen im Zentrum haben, gehört Stella, das sich der Pfingstrose bedient, oder Chloé mit einem Litschi-Akzent in dem Eau de Parfum, sowie ein Duft von nassen Blütenblättern in dem Eau de Toilette. |
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Jasmin ist ebenfalls eine zeitlose Blume. Man findet sie bei Noir von Bulgari, Tendre von Yves Rocher und mit Minze Gewürzt bei Jo Malone. Jacques Cavallier, der Designer von Tendre Jasmin (Yves Rocher), verheimlicht nicht seine besondere Leidenschaft für diese Blume. 'Jasmin ist für mich zunächst eine Erinnerung an meine Kindheit, ein Duft, der mir im Gedächtnis geblieben ist… Es sind Blumen, die meine Mutter im Sommer auf meinem Nachttisch gestellt hat und deren Duft mich am Ende immer geweckt hat…' |
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Die Orangenblume hat eine besondere Geschichte. Heute ist sie heller, feiner und weniger berauschend. So passt sie auch perfekt zu den Herrendüften. Ein Beispiel ist Fleur de Mâle (Gaultier), wo sie aromatische Akzente erhält oder Infusion d'Homme (Prada), wo sie mit pudrigen Noten von Iris verbunden wird. Die Iris ist ebenfalls ein Schmuckstück, das heute von Männern getragen wird. Daniela Andrier, die Designerin von Infusion d'Homme, hat auch Infusion d'Iris entworfen, ein Parfum, das mehrere Preise gewonnen hat. Die Iris wirkt weniger erdig, als es bei älteren Kompositionen der Fall war. Aber sie behält ihren grünen und holzigen Charakter und wird vielleicht auch weicher. Infusion d'Iris besitzt eine zärtlich, grüne Farbe und ist vielleicht die moderne Variante eines N°19 von Chanel… Die Designerin, die 'an einem 19. geboren wurde', gibt zu, dass sie das Parfum gerne geschaffen hätte. |