Im Mittelalter schützen Pflanzen vor Epidemien, während die Parfums aus dem Orient dem körperlichen Wohlbefinden dienen. Die Kirche verdammt die Alchemisten.
 
Im Mittelalter bringen die Kreuzfahrer Rohstoffe und Parfumtechniken aus dem Orient mit. Nach den Chinesen und den, Arabern entdecken die europäischen Alchemisten Äthylalkohol und die Destillation. Durch die Reisen Marco Polos breitet sich der Handel mit Gewürzen unaufhaltsam aus. Gute Gerüche - so glaubte man - desinfizieren und schützen vor Epidemien. Die Reichen trugen Parfumkugeln, die mit Moschus, Ambra oder mit aromatischen Harzen gefüllt waren. Der Gebrauch des Parfums steht am Anfang einer neuen Lebensart. Die Poeten feiern mit ihren Gedichten die Weiblichkeit. Trotz der Warnungen der Kirche, finden die Liebenden zu den Freuden ihrer Körper, die in Bäder von Wohlgeruch getaucht sind.

 



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"Tacuinum Sanitatis". Miniatur. Rosenwasser. Giraudon.

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Spherischer Salbenbehälter, der einen Ambraapfel aus vergoldetem Silber enthält, und durch ein filigranes Netz dekoriert wird. Die Kugel wird durch ein silbernes Band umspannt auf dem die Inschrift nielliert ist: "Aspeto tendo che piata si mova che soferendo si vincie oni proba". Der silberne Befestigungsring läßt sich aufschrauben, um die beiden Halbkugeln zu trennen. Norditalien. Fragonard.

3

"Tacuinum Sanitatis". Miniatur. Verkauf von Moschus. Giraudon.