Marc Chevrier, Parfumhersteller
Ziehen sie natürliche den synthetuschen Produkten vor ?
Da ich aus den pazifischen Inseln stamme (Vanuatu, Tahiti) habe ich eine Leidenschaft für natürliche Stoffe. Ich verwende viel Sorgfalt darauf mit meinem Gedächtnis und meinem Geruchsinn, mir Düfte, wie die Gardenia aus Thahiti, Frangipani, weißen Ingwer, wieder hervorzurufen…
Ich komponiere genauso gut mit natürlichen, wie mit künstlichen Essenzen. Ich habe großen Respekt vor der Qualität von allem Natürlichen. Das ist eine Liebe für das Produkt, für die Pflanze und erfordert ein handwerkliches Können, das Zeit, Poesie und Einfühlung braucht. Man kann sehr schöne Dinge mit verwandten Stoffen machen und seiner Eingebung treu bleiben. Wenn ich zum Beispiel Ylang-Ylang in meinen Kompositionen benutze, bringe ich die Blume von Madagaskar in mein Labor, diese Reise regt mich zum Träumen an.



Jean-Pierre Bethouart, Parfumhersteller
Wie komponiert man heute mit den Moglicheiten der neven Fabrikationstechniken ?

Heute komponiert man nicht mehr wie früher. In einem Jahrhundert sind die Essenzen von Hundert auf Tausende angewachsen. Dank neuer Technologien, wie dem Softact, kann man natürliche Stoffe anders behandeln. Mit dem Nature Print kann man vollständig den Geruch einer Pflanze oder einer Stimmung neu definieren: Das sind unbegrenzte Feinheiten, die unsere Palette bereichern. Zur Zeit sind es die synthetischen Technologien die uns neue Möglichkeiten eröffnen. In einer Komposition stammen häufig 50 - 90 % des Stoffes aus der synthetischen Fabrikation. Denken sie nur an ihre Kleider: Wer trägt heute noch Baumwolle ohne Lycra?!



Jean Jacques, Parfumhersteller
Was erwarten sie als Partumgersteller von dem technologischen Fortschritt ?

In unserem Beruf arbeitet man immer schneller. Wir müssen Inspiration und Erfindungsgeist verbinden um neue Klänge zu finden und über die letzten Entwicklungen informiert zu sein. Natürlich sind wir immer auf der Lauer ein neues Produkt zu finden, egal ob es sich um ein neues Molekül, was sehr selten ist, oder sich um eine neue Qualität handelt. Das ist für einen Maler genauso: Das ist eine neue Farbe ! Zum Beispiel sind die Möglichkeiten durch die Extraktion von CO2 gewaltig. Vom ersten Moment an erhalten wir sehr starke Stoffe, die natürliche Gerüchen optimal entsprechen, Zimt, Beerenrose, frisch zermahlen…
Der Kunde irrt sich nicht: In den ersten Sekunden läßt er sich von der modernen Präsenz, der Qualität verführen. Für die Stoffe synthetischen Ursprungs - das sind für uns sehr wertvolle Stoffe, um ein neues Gleichgewicht zu finden - ist ein unterschiedlicher Akkord ein neuer Schwung in die Zukunft. Häufig handelt es sich auch um einen zusammengesetzten Stoff der uns einen Geruch der Vergangenheit wiedererleben läßt, wie von einigen Tieren oder von der Iris, sichere Werte, die man modernisiert und die uns ins Zeitlose führen.



Françis Thibaudeau, Präsident der Société Française des Parfumeurs
Kann ein Rohstoff verschwinden ?

In Grasse haben wir drei Produktionsanlagen, von Jasmin, Rosen, Lavendel und drei traditionelle Herstellungstechniken: Die Extraktion durch Lösemittel, die Destillation und die Enfleurage, bei der wir die letzten sind sie noch zu benutzen.
Als Präsident der Französischen Gesellschaft der Parfumhersteller setze ich mich heute für die Erhaltung von natürlichen Rohstoffen, wie das Geraniol oder das Limonem ein. Einige Arten werden von ein immer strengeren Gesetzgebung bedroht, die Allergiegefahren vermeiden will ohne den Konzentrationsgehalt oder das Risiko, das minimal sein kann (1 auf 500 Millionen), in Betracht zu ziehen. In Zukunft ist zu befürchten, daß die Kommission in Brüssel (SCCNFF*) eine systematische und unnötige Etikettierung gegen die Interessen des Marktes und des Konsumenten verordnet.

(*) Scientific Comity Cosmetics & Non-Food Products (Wissenschaftliche Gesellschaft für Kosmetik und nichteßbare Produkte)