2008, wie bereits im letzten Jahr, kommen wieder... Ok
Ich würde mich nicht als Künstler bezeichnen, sondern als jemand der ganz einfach nur dem Leben neugierig gegenübersteht. Ich liebe es eine Welt zu entwerfen, « Ideen » zu schaffen. Ich besitzte ein Diplom für Innenarchitektur und Textildesign. Zuerst habe ich in der Werbung gearbeitet, eine Welt von Verrückten, aber eine magische Schule um die wildesten Ideen auszuprobieren. Seit 20 Jahren konzentriere ich mich auf Pflanzen, die meine Welt sind, sowohl die Blumen, als auch die Gerüche. Ich möchte die Natur für unsere Innenräume neu interpretieren. Ohne Vorurteile. Für mich ist also alles Einfluß : die Mode, die Küche, Reisen… Ich habe das Glück durch meine Arbeit in der ganzen Welt reisen zu können.
Wir haben 3 Boutiquen in Paris und 8 in Japan. Es stimmt, daß Japan als erstes meine Ideen und Pflanzenkonzepte geschätzt hat. Heute ist es möglich unsere Produkte auf allen Kontinenten zu finden. Wir werden an 250 Orten in den USA und 200 in Europa durch Dekorationsgeschäfte, Parfumerien oder Modeboutiquen vertreten.
Düfte waren seit der Gründung 1989 integriert. Es war für mich selbstverständlich, daß sich die Neuschaffung der Natur in unseren Innenräumen auch durch Gerüche verwirklicht wird.
Der ‘Monolith’ ist ein zeitgenössisches Parfumobjekt in dem ein Teil der Natur eingeschlossen ist. Ich war es leid, daß die Flakons der Innendüfte in Schubladen eingeschlossen werden. So habe ich ein Objekt (aus elegantem Eschenholz, das sich um den Flakon befindet, A.d.R.) geschaffen, das man auf einen Tisch stellen kann. Die blumige Schachtel ist eine moderne Variante des alten Durcheinander, mit der natürlichen Geste durch eine Blume zu parfumieren und den Wohlgeruch durch das Haus ziehen zu lassen.
Ja, ich gehöre zu der Generation Fooding. Ich liebe es zu essen und zu kochen. Ich wäre gerne Koch geworden und hätte neue Geschmäcker ausprobiert. Ich hatte das Glück auf meinen Reisen neue Gewürze und magische Düfte kennenzulernen… Ich mache also mit meinen Parfums meine eigene Küche. Seitdem ich die Produktlinie Fusion (Sel d’Osmanthus, Yuzu Tonic und Soufle de Bambou A.d.R.) herausgegeben habe, habe ich jede Menge Ideen, die ich weitergeben möchte : neue aromatische Erfahrungen, Düfte, die es gar nicht gibt und zuerst überraschen… Und um ehrlich zu sein, es macht mir sehr viel Spaß.
Die Produktlinie Fusion ist der große Erfolg in 2007. Das zeigt, daß die Menschen neue Düfte entdecken wollen. In der Linie Instant Végétal gefällt Herbe Coupée, den ersten Duft, den ich 1990 geschaffen habe, sehr. Genauso wie Fleur d’Eau, eine Erfahrung des Wohlfühlens. Das neue Bois de Cashmere (ein orientalischer-holziger und seidener Duft, der Ambra mit Oudholz vermischt, A.d.R.) wird in diesem Herbst sehr gut aufgenommen.
Ja, ich habe immer zwei Kollektionen im Jahr gemacht. Das ist viel Arbeit, aber das scheint mir natürlich, weil jede Jahreszeit andere Erfahrungen mit sich bringt. Und ich gehöre zu einer modischen Generation, ich habe immer Lust auf etwas Neues. In jeder Saison wähle ich ein Thema nach meiner Laune. Der Winter 2007 ist für mich die Rückkehr zum reinen Luxus. Kein « bling-bling » oder « italienischen Rokoko ». Die Einflüße : Yves Saint Laurent, Christian Lacroix, aber auch Reiseindrücke. Die Basis ist einfach und elegant : weiß, beige oder schwarz. Das Accessoire ist ein ‘Fest’ und farbig mit Liebe zum Detail und Sorge für die Qualität, wie bei der Mode : gute Verarbeitung, ausgesuchte Materien…
Ich liebe Guerlain. Für mich ist das die Marke der Parfums. Auch wenn seit einigen Jahren das Marketing wichtiger wird als die Produkte selber … Ich persönlich habe heute Schwierigkeiten ein neues Parfum zu finden, das mir gefällt. Aber ich mag das neue Konzept von Marc Jacobs (Marc Jacobs SPLASH, A.d.R.) gerne. Regelmäßig gibt er einfache und echte Eau de Toilettes heraus. Zur Zeit trage ich abwechselnd Cucumber und Cotton.
Auf jeden Fall ! Ich arbeite seit 2 Jahren an Eau de Toilettes. Ich habe 3 Millarden Ideen und kann es kaum erwarten sie zu teilen, aber ich muß mich gedulden und die Sache ernsthaft angehen. Und dann gibt es soviel Konkurrenz, daß ich mir Zeit nehmen muß, um etwas wirklich Neues zu schaffen, etwas was die ‘Nasen’ schockiert…