Die Minze feiert in diesem Herbst ihren Comeback in den... Ok
« Nicht seinem Ego, sondern seinem Kredo eine Freude bereiten»
Bevor ich bei Charabot und für The Different Company als Parfumeurin gearbeitet habe, entwickelte ich nur wenige Parfums, die man heute normalerweise als ‘Parfumerie fine’ bezeichnet. Ich entwarf zahlreiche Parfums und Kosmetika, wie Aqua Relax für Biotherm, Spa Tonific und Eau Prodigieuse für Nuxe. Ich habe auch an der Produktlinie für die Gesichtspflege für By Terry mitgearbeitet… und sogar ein nahrhaftes Shampoo für Lancôme entworfen ! Einige Firmen spezialisieren ihre Parfumeure für ein bestimmtes Gebiet.
Meine Zusammenarbeit mit The Different Company ist das Ergebnis von Kommunikation. Es sind Begegnungen, Ideen, die in dem Raum geworfen wurden, von denen wir einige realisiert haben. Es ist eine große Freiheit, mit dem ganzen Vergnügen und der Verantwortung, die dazu gehört.
Ich würde sagen, daß es da eine fröhliche Unordnung gibt in der ich je nach Lust und Laune schöpfe ! Ich habe keine konkrete Referenz oder Strömung, der ich angehöre. Aber ich liebe über alles den Menschen. Ich bin neugierig und ohne Zweifel voyeuristisch. Ich bin gerne in gemütlichen Bistros und höre bei Gesprächen zu. Ich beobachte gerne Menschen beim Gehen, wie sie ihre Arme bewegen und sich manchmal vergessen. Ich stelle mir dann viele Geschichten vor, die ich nicht in Worte fassen kann und so stelle ich sie mir als Düfte vor. Ich bin empfindlich für die Hautstruktur, die Erdfarben und dem Himmel, ich mag den Geruch des Windes… Ich liebe das Leben ganz einfach.
Ich bin noch zu jung, um mir einzubilden, daß ich etwas Einzigartiges oder eine ‘Technik’ habe. Jeden Tag entdecke ich meine Unwissenheit : Es gibt noch viele technische Aspekte, die ich nicht kenne, oder die ich nicht beherrsche, obwohl ich es glaubte !
Gestern stellte ich mir ein Parfum aus einem Rohstoff vor, von dem ich dachte, alles benutzen zu können. Heute suche ich eine Harmonie und ein Gleichgewicht. Morgen möchte ich die Schwächen und Stärken, den Schwachpunkt, der ein Parfum empfindlich macht, kennen.
Und jeden Tag versuche ich der Bemerkung meines Vaters gerecht zu werden, die er mir einmal sagte, als er meine Zeichnungen betrachtete : « Nicht seinem Ego, sondern seinem Kredo eine Freude bereiten ».
Gar keines. Ich bin froh, daß die anderen sie geschaffen haben. Ich freue mich wenn ich überrascht werde und beeindruckt werde. Ich denke nur an die Zukunft. Die Vergangenheit ist eine Inspirationsquelle um weiter zu gehen, aber nicht für die Nosthalgie.
Es wird zwei Arten von Parfums geben. Zunächst einmal in der Art von Jeans und T-Shirt : Einfach zu tragen, ohne sich den Kopf dabei zu zerbrechen. Beruhigend und bekannt.
Und dann gibt es Parfums für besondere Gelegenheiten. Sie sind elegant oder nicht, aber immer sehr persönlich. Es sind ausgesuchte Parfums, für die man Zeit braucht, um sie zu wählen und sie sein eignes zu machen.
Die Verbraucher werden immer mehr Parfums besitzen, so wie man eine Garderobe hat. Man muß den Verbrauchern vertrauen. Die Marken sollten bescheidener und weniger ängstlich sein…
Drei Punkte… wie der Ring « Trois Or » von Cartier. Vermischt und unzertrennlich : Vetrauen, Kommunikation, Kreativität.